Felix Woyrsch

Woyrsch kleinFelix Woyrsch (1860-1944) gilt als einer der bedeutenden Komponisten der klassisch-romantischen Tradition nach Johannes Brahms. In der bis 1937 eigenständigen Nachbarstadt Hamburgs und größten Stadt Schleswig Holsteins, Altona, schuf er zudem als Dirigent und GrĂĽnder der städtischen Volks- und Symphoniekonzerte, als Organist und Städtischer Musikdirektor (von 1903 bis 1931) ein Musikleben von beachtlicher Qualität mit Ausstrahlung auf Hamburg. 38 Jahre lang leitete er die Altonaer Singakademie.

1860 in Mährisch-Schlesien geboren, kam Woyrsch bereits als Kind nach Hamburg und Altona. Von dem Musiklehrer Heinrich Chevallier gefördert, arbeitete er sich als Autodidakt aus ärmlichen Verhältnissen bis an die Spitze des Altonaer Musiklebens empor. Seit 1917 war er Mitglied der PreuĂźischen Akademie der KĂĽnste, die ihm 1938 den Beethovenpreis verlieh. Zudem wurde in Hamburg-Bahrenfeld der Woyrschweg nach ihm benannt.

Als Komponist erlangte Woyrsch vor allem mit seinen drei groĂźen Oratorien – dem Passions-Oratorium (1899) sowie den Mysterien „Totentanz“ (1906) und „Da Jesus auf Erden ging“ op. 61 (1917) – aber auch mit seinen sieben Sinfonien (1884 – 1941) ĂĽber Deutschland hinaus Aufmerksamkeit. Weitere Orchester- und Kammermusikwerke (Streichquartette, -sextett, Klaviertrio und -quintett), Klavier- und Orgelmusik, drei Opern, eine FĂĽlle an Chormusik mit und ohne Orchester sowie einhundert Sololieder mit Klavierbegleitung festigten seinen Ruf als einer der geachtetsten Komponisten seiner Zeit.