Joachim Schweppe

Joachim SchweppeJoachim Schweppe wurde am 3. März 1926 in Kiel geboren. Nach dem Besuch des Christianeums in Hamburg, ĂĽberstand er Kriegsdienst und Verwundung. Er begann das Musikstudium mit den Fächern Klavier (Carlo Stephan, Eliza Hansen und Hans Erich Riebensahm), Komposition (Ernst Gernot KluĂźmann) und dirigieren (Wilhelm BrĂĽckner-RĂĽggeberg). 1958 kam er zur Kirchenmusik und studierte bei Jens Rohwer und Walter Kraft in LĂĽbeck. Er schloss Freundschaft mit Manfred Kluge, dem Poeten der neuen evangelischen Kirchenmusik, der sein Denken und FĂĽhlen nachhaltig beeinflusste. Als Kantor und Organist wirkte Joachim Schweppe 1960 â€“ 1989 u.a. an der Kreuzkirche in Hamburg-Wandsbek.

Die Art, Töne miteinander in Spannung zu versetzen, zeigen seine Meisterschaft im emotional musikalischen Ausdruck seiner weltlichen und kirchenmusikalischen Werke. Es entstanden Lieder nach Gedichten von Burdorf, Hebbel, Liliencron, Storm und Trakl, Kammermusik, Orgel- und Chormusik, geistliche Konzerte und Motetten, die Messe 81 sowie die Traklsinfonie. Die Trakl-Motette, die Oboen- und Violinsonate sowie die Brecht-Motette (An die Nachgeborenen) wurden u.a. beim NDR eingespielt. Der mit mehreren Kompositionspreisen geehrte und 1977 zum Kirchenmusikdirektor ernannte Joachim Schweppe, starb im Dezember 1999 in Hamburg.