Johann Adolf Hasse

Hasse-Bild Mailand 1 kleinJohann Adolf Hasse kam im MĂ€rz 1699 als Sohn des Organisten von St. Petri und Pauli in Bergedorf zur Welt. Er begann seine Laufbahn als SĂ€nger in Hamburg und Braunschweig, ehe er zur kompositorischen Ausbildung nach Italien ging. Im Lauf seines langen Lebens sollte er mehr als 60 Opern, Intermezzi und andere BĂŒhnenwerke schreiben, dazu zahlreiche Oratorien, Messen und weitere Kirchenkompositionen sowie weltliche Kantaten und Instrumentalwerke. Im Sommer 1730 heiratete er eine europaweit gefeierte SĂ€ngerin, die Venezianerin Faustina Bordoni. Den wichtigsten und lĂ€ngsten Abschnitt seines Lebens bildete Hasses Amtszeit als Kapellmeister am Hof zu Dresden (1733/34–1763). GroßzĂŒgige Arbeitsbedingungen und ein hohes Einkommen ermöglichten ihm ausgedehnte Reisen, die ihn nach Berlin, Warschau, Paris, MĂŒnchen, Wien und immer wieder nach Italien fĂŒhrten. Nach den Wirren des SiebenjĂ€hrigen Krieges ließen sich die Hasses in Wien nieder, ehe sie 1773 nach Venedig ĂŒbersiedelten. Dort ist der Komponist am 16. Dezember 1783 gestorben.

Hasse gilt als Hauptvertreter der durch die Dichtungen von Pietro Metastasio geprĂ€gten Opera seria. Joseph Haydn verehrte ihn als Vorbild, Wolfgang Amadeus Mozart wollte „unsterblich werden“ wie er, Jean-Jacques Rousseau pries das von ihm geleitete Dresdner Orchester als das beste in ganz Europa, und dem englischen Musikschriftsteller Charles Burney galt er als der bedeutendste aller „itztlebenden Komponisten“. SpĂ€ter dann, rund 150 Jahre nach seinem Tod, sah es der Kulturphilosoph Romain Rolland als eine der grĂ¶ĂŸten Ungerechtigkeiten der Geschichte an, dass „dieser bewunderungswĂŒrdige Mann so vergessen werden konnte“.